Hydrion Purity RO600 reverse osmosis system with steel drinking faucet

Wasserfilter montieren: Schema für Wasserhahn, Untertisch & Umkehrosmose

Die Montage eines Wasserfilters hängt in erster Linie davon ab, welchen Filtertyp du gewählt hast, nicht davon, wie geschickt du beim Heimwerken bist. Ein Wasserhahnfilter wird direkt auf den Auslass des vorhandenen Wasserhahns geschraubt. Ein Untertischfilter mit Direktanschluss, auch Inline-Filter genannt, wird in die Kaltwasserleitung eingesetzt, bevor das Wasser den normalen Wasserhahn erreicht. Ein tankloses Umkehrosmosesystem wie der Hydrion Purity RO600 benötigt zusätzlich ein T-Stück an der Kaltwasserleitung, eine Ablaufklemme für das Abwasser und einen separaten Wasserhahn, der auf der Arbeitsplatte oder in der Spüle montiert wird. Für jedes Schema brauchst du andere Werkzeuge und unterschiedlich viel Zeit. Die Prüfungen vor dem Kauf – das Gewinde am Wasserhahn oder am Anschluss der Wasserzufuhr, der freie Platz unter der Spüle sowie Wasserdruck und -temperatur – entscheiden darüber, ob die Montage ein kurzes Projekt bleibt oder ein Installateur nötig wird.

  • Ein Wasserhahnfilter lässt sich in der Regel ohne Spezialwerkzeug montieren: Er wird auf den Auslass des Wasserhahns geschraubt. Vor dem Kauf muss jedoch das vorhandene Gewinde geprüft werden, denn es unterscheidet sich je nach Hersteller und Alter des Wasserhahns.
  • Ein Untertischfilter mit Direktanschluss wird an die Kaltwasserleitung angeschlossen, normalerweise hinter dem Eckventil, und leitet das gesamte gefilterte Wasser direkt zum normalen Küchenwasserhahn.
  • Ein tankloses Umkehrosmosesystem wie der RO600 hat das umfangreichste Montageschema: Es umfasst ein T-Stück für die Wasserzufuhr, eine Ablaufklemme und einen separaten Wasserhahn. Der Hersteller veranschlagt für die Selbstmontage etwa 30 Minuten.
  • Die DIY-Montage hat klare Grenzen: Bei einer alten oder nicht vorschriftsmäßigen Installation, einem fehlenden oder defekten Eckventil oder Arbeiten in der Nähe der Elektroinstallation solltest du einen qualifizierten Installateur rufen, statt zu improvisieren.

Welches Montageschema passt zu deinem gewählten Filter?

Bevor du einen Wasserfilter kaufst, solltest du wissen, zu welcher Montageart er gehört. Davon hängt ab, welche Werkzeuge und wie viel Platz du brauchst – nicht nur davon, wie die Filterung selbst funktioniert. Wasserhahnfilter gehören zur einfachsten Kategorie: Sie werden am Auslass des Wasserhahns anstelle oder über dem vorhandenen Strahlregler angebracht und lassen sich spurlos von einem Wasserhahn zum anderen umsetzen. Untertischfilter mit Direktanschluss werden in die Kaltwasserleitung eingesetzt, normalerweise direkt hinter dem Eckventil, und bleiben fest unter der Spüle montiert. Sie filtern nur das kalte Wasser, das durch sie hindurchfließt, und benötigen keinen separaten Wasserhahn auf der Arbeitsplatte. Tanklose Umkehrosmosesysteme wie der RO600 sind am aufwendigsten: Sie benötigen eine eigene Wasserzufuhr über ein T-Stück an der Kaltwasserleitung, einen Abfluss für das bei der Filterung entstehende Abwasser und einen separaten Wasserhahn, denn durch Umkehrosmose gefiltertes Wasser wird nicht mit unbehandeltem Wasser aus dem normalen Wasserhahn vermischt. Wenn du das Montageschema vor dem Kauf liest, erlebst du keine Überraschung, nachdem der Karton bei dir angekommen ist. Denn für jede Kategorie wird mindestens ein zusätzliches Teil benötigt, das auf der Verpackung nicht zu sehen ist: ein passender Anschluss für das Eckventil oder ein freies Loch für den separaten Wasserhahn.

Wasserhahnfilter montieren: Schema, Werkzeuge und benötigte Zeit

Ein Wasserhahnfilter wird auf den Auslass des Küchenwasserhahns geschraubt – je nach Modell entweder anstelle des vorhandenen Strahlreglers oder darüber. Spezialwerkzeug brauchst du praktisch nicht: Schraube den alten Strahlregler von Hand ab oder, falls er festsitzt, mit einer in ein Tuch gewickelten Zange, damit du den Wasserhahn nicht zerkratzt. Anschließend schraubst du den Filter auf dasselbe Gewinde. Die Montage dauert in der Regel nur wenige Minuten. Die meiste Zeit entfällt auf die Prüfung des Gewindes, nicht auf das eigentliche Anschrauben.

Das solltest du vor dem Kauf prüfen: Übliche Strahlregler an Küchenwasserhähnen haben ein metrisches Gewinde, meist aus den Größenfamilien M22 oder M24, mit Innen- oder Außengewinde. Die genaue Größe unterscheidet sich jedoch je nach Hersteller und Alter des Wasserhahns. Prüfe deshalb das vorhandene Gewinde, statt von einer universellen Größe auszugehen. Wenn der Filter nicht auf Anhieb passt, fehlt meist ein Gewindeadapter – es liegt in der Regel keine tatsächliche Inkompatibilität vor. Der Leitfaden zum Ausbau des Strahlreglers und zu Gewindeadaptern zeigt Schritt für Schritt, wie du das vorhandene Gewinde bestimmst und welchen Adapter du brauchst. Wenn du genau vergleichen möchtest, welche Gewindegrößen von den einzelnen Wasserhahnfiltermodellen im Sortiment abgedeckt werden, findest du diese Details unter Gewindekompatibilität der einzelnen Modelle.

Untertischfilter mit Direktanschluss (Inline): Schema und Schritte

Ein Untertischfilter mit Direktanschluss wird in die Kaltwasserleitung eingesetzt, normalerweise direkt hinter dem Eckventil und bevor das Wasser den normalen Küchenwasserhahn erreicht. Dazu trennst du den vorhandenen Schlauch zwischen Eckventil und Küchenwasserhahn, montierst den Filter mit den passenden Anschlüssen für den Schlauchdurchmesser zwischen den beiden Enden und stellst die Verbindung wieder her. Wie viel Platz du unter der Spüle brauchst, hängt von den Abmessungen des Filtergehäuses ab. Deshalb solltest du vor dem Kauf die verfügbare Höhe und Breite unter der Spüle ausmessen.

Bei dieser Montageart gelangt das gesamte gefilterte Wasser zum normalen Wasserhahn. Bei der Umkehrosmose wird das Wasser dagegen in Reinwasser und Abwasser getrennt; deshalb ist ein eigener Wasserhahn erforderlich. Das vereinfacht die Montage, denn du brauchst kein neues Loch in der Arbeitsplatte oder Spüle. Es bedeutet aber auch, dass in der Regel weniger Filtrationsstufen durchlaufen werden als bei einem Umkehrosmosesystem. Wenn du dich noch zwischen den beiden Filtertypen entscheidest, vergleicht der Leitfaden zu Untertischfiltern mit Direktanschluss und Umkehrosmose die Funktionsweise der beiden Systeme.

Tanklose Umkehrosmose (RO600): das vollständige Montageschema

Ein tankloses Umkehrosmosesystem wie der Hydrion Purity RO600 hat das umfangreichste Montageschema der drei Varianten. Zusätzlich zur eigentlichen Filtereinheit werden drei Elemente benötigt, die bei den anderen Filtertypen nicht erforderlich sind: ein T-Stück für die Wasserzufuhr, eine Ablaufklemme und ein separater Wasserhahn.

Das System Hydrion Purity RO600 mit separatem Wasserhahn aus Edelstahl
Der RO600 ist ein tankloses System: Die Einheit befindet sich unter der Spüle, und das gefilterte Wasser fließt durch einen separat montierten Wasserhahn.

Das T-Stück für die Wasserzufuhr wird an der Kaltwasserleitung montiert, die bereits den Küchenwasserhahn versorgt, normalerweise direkt am Eckventil. Zum RO600 gehören dieses T-Stück und ein Reduzierstück von 1/2 auf 3/8 Zoll für Fälle, in denen der vorhandene Anschluss einen größeren Durchmesser hat. Die Ablaufklemme wird an einem nahe gelegenen Abwasserrohr befestigt, normalerweise am Abfluss der Spüle, und leitet das bei der Umkehrosmose entstehende Abwasser ab. Dabei beträgt das Verhältnis 2:1 – Reinwasser zu Abwasser. Das heißt: Für jede Einheit gefiltertes Wasser leitet das System die doppelte Wassermenge in den Abfluss. Die vollständige Erklärung dieses Verhältnisses und der Tagesleistung (GPD) zeigt, warum das Abwasser zum Funktionsprinzip der Membran gehört und keine sinnlose Verschwendung ist.

Der separate Wasserhahn wird unabhängig vom normalen Küchenwasserhahn montiert, denn durch Umkehrosmose gefiltertes Wasser wird nicht mit unbehandeltem Leitungswasser vermischt. Für den RO600 ist dafür ein 12 mm großes Loch in der Spüle oder Arbeitsplatte erforderlich. Die Arbeitsplatte darf höchstens 3,85 cm dick sein, damit der Wasserhahn korrekt befestigt werden kann. Die eigentliche Filtereinheit bleibt unter der Spüle und hat keinen Speichertank. Eine interne Pumpe versorgt den Wasserhahn direkt mit Wasser, statt das gefilterte Wasser – wie bei herkömmlichen Umkehrosmosesystemen – in einem Drucktank zu speichern. Wie die Membran das Reinwasser vom Abwasser trennt, wird ausführlich im vollständigen Leitfaden zur Umkehrosmose erklärt, falls du verstehen möchtest, warum das Montageschema genau so aussieht.

Der Hersteller veranschlagt für die vollständige Montage, einschließlich T-Stück für die Wasserzufuhr, Ablaufklemme und separatem Wasserhahn, etwa 30 Minuten, wenn du sie selbst mit den mitgelieferten Teilen durchführst. Eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung, in der jeder Anschluss der Reihe nach erklärt wird und weitere Fotos der tatsächlichen Montage zu sehen sind, findest du im Schritt-für-Schritt-Leitfaden zur Montage des RO600. Dieser Artikel zeigt dir nur das allgemeine Schema, damit du weißt, was dich erwartet, bevor du anfängst.

Was tun, wenn kein freies Loch für den separaten Wasserhahn vorhanden ist?

Viele Spülen haben bereits ein ungenutztes Loch, das für einen Seifenspender oder einen zusätzlichen Wasserhahn vorgesehen war, der nie montiert wurde. Wenn der Durchmesser dieses Lochs ungefähr 12 mm beträgt, kann es in der Regel direkt für den RO600-Wasserhahn verwendet werden. Wenn kein freies Loch vorhanden ist, muss ein Loch in die Arbeitsplatte oder Spüle gebohrt werden. Dabei kommt es auf das Material an: Eine Arbeitsplatte aus Holz oder Laminat lässt sich mit einem normalen Bohrer durchbohren, für Granit, Quarzkomposit oder Porzellan brauchst du jedoch einen Spezialbohrer und die passende Technik. Andernfalls riskierst du, dass die Arbeitsplatte reißt. Ein neues Loch in ein hartes Material oder eine dicke Edelstahlspüle zu bohren, ist in der Regel eine Aufgabe für einen Installateur oder Handwerker mit dem passenden Werkzeug.

Was du vor dem Kauf prüfen solltest: Gewinde, Platz, Druck und Temperatur

Manche verschobenen Montagen oder Rücksendungen von Wasserfiltern sind nicht auf eine fehlerhafte Installation zurückzuführen, sondern darauf, dass vor dem Kauf etwas nicht geprüft wurde. Diese vier Punkte solltest du immer überprüfen:

  • Das Gewinde des vorhandenen Wasseranschlusses: Eckventile in europäischen Installationen haben häufig ein 1/2-Zoll-Gewinde vom Typ G, also ein parallel verlaufendes Gewinde, das nach ISO 228 standardisiert ist (Quelle: British Standard Pipe, Wikipedia). Trotzdem solltest du das tatsächliche Gewinde deines Eckventils prüfen, denn Unterschiede zwischen Herstellern und das Alter der Installation können eine Rolle spielen.
  • Den freien Platz unter der Spüle: Für den RO600 braucht die Einheit etwa 13 × 38 × 43 cm Platz. Miss deshalb den freien Raum aus und berücksichtige dabei auch andere Gegenstände, die dort bereits aufbewahrt werden.
  • Den Druck und die Temperatur des Zulaufwassers: Der RO600 ist für einen Druck von 1,4 bis 5,5 bar und eine Temperatur von 4 bis 38 °C ausgelegt. Er ist für behandeltes kaltes Leitungswasser vorgesehen, nicht für unbehandeltes Brunnenwasser oder heißes Wasser.
  • Ein freies Loch in der Spüle oder Arbeitsplatte für den separaten Wasserhahn oder die Möglichkeit, ein neues Loch zu bohren, wie oben beschrieben.

Dichtheitsprüfung und erste Inbetriebnahme

Nach jeder Montage mit neuen Anschlüssen – ob bei einem Inline-Filter oder einem Umkehrosmosesystem – solltest du beim ersten Aufdrehen des Wassers die Anschlüsse prüfen, statt zufrieden aus der Küche zu gehen. Lass das Wasser einige Minuten laufen und kontrolliere sorgfältig jede neu montierte Verbindung: das T-Stück für die Wasserzufuhr, die Schlauchverbindungen und die Ablaufklemme. Wenn an einer Verbindung ein Tropfen austritt, ist fast immer eine Überwurfmutter nicht fest genug angezogen oder eine Dichtung sitzt nicht richtig. Das bedeutet nicht, dass das Teil defekt ist. In den meisten Fällen reicht es, die Verbindung vorsichtig etwas fester anzuziehen, ohne sie zu überdrehen.

Für den RO600 empfiehlt der Hersteller, den separaten Wasserhahn vor dem ersten Glas Wasser etwa 20 Minuten laufen zu lassen, damit die neue Membran und die neuen Filterkartuschen gespült werden. Das System verfügt außerdem über eine programmierte automatische Spülung, die nach dem Einschalten, nach einer längeren Betriebsdauer und alle 24 Stunden im Standby-Modus ausgelöst wird. Hinzu kommen eine Sicherheitsabschaltung nach 30 Minuten Dauerbetrieb und eine Leckageerkennung, die bei einem Problem die Wasserzufuhr schließt. Das sind nützliche Funktionen, sie ersetzen aber nicht die Sichtprüfung nach der Montage: Ein Sensor reagiert auf ein bereits aufgetretenes Leck, er verhindert es nicht.

Wann du einen Installateur rufen solltest – und wann nicht

In den meisten Küchen mit moderner Installation und funktionsfähigem Eckventil gehören die oben beschriebenen Montageschritte – ob für einen Wasserhahnfilter, einen Inline-Filter oder den RO600 – zu den Arbeiten, die mit den mitgelieferten Teilen und den Anweisungen in der Bedienungsanleitung von jedem erledigt werden können, der etwas Geduld mitbringt. Für genau solche Fälle sind diese Produkte gedacht.

Es gibt jedoch einige Situationen, in denen die DIY-Montage an ihre Grenzen stößt und ein qualifizierter Installateur die richtige Wahl ist: eine alte Installation mit korrodierten Rohren oder Eckventilen, die nicht mehr dicht schließen; ein fehlendes Eckventil an einer Leitung ohne Absperrmöglichkeit; eine Spüle oder Arbeitsplatte aus einem Material, das sich ohne passendes Werkzeug nur schwer durchbohren lässt; oder Arbeiten, bei denen Wasser in die Nähe der vorhandenen Elektroinstallation gelangen könnte. Dieser Artikel enthält keine elektrotechnischen Ratschläge. Die elektrische Sicherheit hängt von der Installation des jeweiligen Hauses ab. Deshalb muss die Prüfung einem qualifizierten Fachmann überlassen werden und darf nicht anhand eines allgemeinen Schemas aus einem Artikel erfolgen.

Wenn die oben genannten Prüfungen – passendes Gewinde, ausreichend Platz, Druck und Temperatur innerhalb der zulässigen Grenzen sowie ein funktionsfähiges Eckventil – erfolgreich ausfallen, bleibt die Montage nach einem der drei Schemata in der Regel ein Projekt, das du in einer Stunde selbst erledigen kannst, und kein Grund, jemanden zu rufen. Wenn die tanklose Variante mit separatem Wasserhahn und T-Stück für die Wasserzufuhr für deine Küche passend erscheint, zeigt die RO600-Produktseite genau, welche Montageteile im Lieferumfang enthalten sind. So weißt du im Voraus, ob du noch etwas anderes brauchst.

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